Es blüht und es grünt. Jedes neue grüne Blatt fasziniert mich. Aus dem Fenster des 9. Stocks sehe ich besonders gut das junge Grün der Bäume. Meine Seele freut sich am Aufwachen der Natur.

Das Blühen, das Grünen, das Wachsen wird für mich zu einem Gleichnis für mein Leben.

Gerne stelle ich mir die Frage, welche Pflanze wäre ich jetzt gerne? Wäre ich gerne ein Frühlingsblüher wie Tulpe oder Narzisse, eine Dahlie im Sommer, eine Aster im Herbst oder gar eine Christrose im Winter? Was braucht meine Blume zu einem guten Wachstum und langem Blühen? Welche Bedingungen sollten erfüllt sein an äußeren Gegebenheiten, damit

Gutes Wachstum gelingen kann? Egal für welche Pflanze wir uns entschieden haben, sie braucht gute, gesunde Wurzeln. Ohne gesunde Wurzeln, ohne festen Halt kann unsere Blume schnell verblühen. Sie bekommt nicht mehr die Nährstoffe und Nahrung, die sie zum Leben braucht. Worin bin ich mit meiner Blume verwurzelt? Wie sieht der Boden aus, der mich ernährt? In was bin ich verwurzelt, was sind meine Nährstoffe, die ich zum Leben brauche? Nach Pflanzenart, Standort, Jahreszeit braucht es unterschiedliche Bedingungen zum Leben.

Was braucht meine Pflanze jetzt gerade? Viel Sonne, viel Licht, Halbschatten, viel Wasser, wenig Wasser?

Wo bin ich hingepflanzt? Lebe ich in einer Ecke im Garten oder bin ich eine Blume unter vielen, die im Stadtpark lebt und viele Menschen erfreut, die an ihr vorübergehen? Nicht immer habe ich mir meinen Pflanzort ausgesucht. Kann ich mich damit anfreunden und ein fröhliches „JA“ finden? Oder entspricht der Pflanzort nicht meiner Persönlichkeit und ich frage den Gärtner um einen neuen Platz? Welche Antwort würde mir der Gärtner in einer Bitte um Versetzung geben?

 

Ich habe nun viele Fragen gestellt. Die Antworten werden für jeden unterschiedlich aussehen. Doch es lohnt sich immer wieder einmal eine Standortbestimmung zu machen.

Der Gärtner kennt sich am besten aus. Ich würde seine Antworten hören wollen.

 

Viel Freude beim Hören in der Schöpfung

wünscht Esther Lieberknecht und das Prisca Team

 

Blühen darf ich

sein die ich bin

fröhlich still und leise

immer auf meine Weise

Leben darf ich

tief verwurzelt

eingebunden in die Erde

damit ich ich werde

Sein darf ich

mit allen Fragen

laut darf ich singen

Freude bringen

das Wo ist die Frage

die ich in mit trage

der Gärtner weiß

den Ort und die Zeit

 

"Im Übrigen meine ich
Möge uns der Herr weiterhin
Zu den Brunnen des Erbarmens führen
Zu den Gärten der Geduld
Und uns mit Großzügigkeitsgirlanden
Schmücken
Er möge uns weiterhin lehren
Das Kreuz als Krone zu tragen
Und darin nicht unsicher zu werden
Soll doch seine Liebe unsere Liebe sein
Er möge wie es auskommt in unser Herz eindringen
Um uns mit seinen Gedankengängen
Zu erfrischen
Uns auf Wege zu führen
Die wir bisher nicht betreten haben
Aus Angst und Unwissenheit darüber
Dass der Herr uns nämlich aufrechten Ganges
Fröhlich sehen will
Weil wir es dürfen
Und nicht nur dürfen sondern auch müssen
Wir müssen endlich damit beginnen
Das Zaghafte und Unterwürfige abzuschütteln
Denn wir sind Kinder Gottes: Gottes Kinder
Und jeder soll es sehen und ganz erstaunt sein
Dass Gottes Kinder so leicht und fröhlich sein können
Und sagen: Donnerwetter
Jeder soll es sehen und jeder soll nach Hause laufen
Und sagen: Er habe Gottes Kinder gesehen
Und die seien ungebrochen freundlichen
Und heiter gewesen
Weil die Zukunft Jesus heiße
Und weil die Liebe alles überwindet
Und Himmel und Erde eins wären
Und Leben und Tod sich vermählen
Und der Mensch ein neuer Mensch werde
Durch Jesus Christus"

| Hanns Dieter Hüsch |

 Künstlerin: Daniela Streißnig

WORUM ES GEHT...


Ein bedenkenswerter Beitrag, ein lesenswertes Buch des Neurobiologen Gerald Hüther
‚Unsere Würde zu entdecken, also das zutiefst Menschliche in uns, ist die zentrale Aufgabe im 21. Jahrhundert‘
‚Wir alle wollen in Würde sterben, aber sollten wir nicht erst einmal in Würde leben?‘

 

 

 

Mit einigen Sätzen von Ruth Kistenich (Prisca Team) wünschen wir euch all das, was ihr euch selber für diesen Sommer wünscht.

Es gehört zu den Dingen, die ich wirklich schlecht kann - und das ist wahrscheinlich noch schön geredet. Also gut, ich versuche es noch ehrlicher:
Es gehört zu den Dingen, die ich schlicht und einfach nicht kann: Ruhe geben!
Immer fällt mir ein neues Projekt ein, wenn das letzte fertig ist. So sehr mich das letzte auch gestresst hat, ich beginne gleich ein neues. Also hab ich beschlossen, mich selbst auszutrixen: Mein neues Projekt heißt "Ruhen lernen".
Das wird echt schwierig werden. Ein echter Sommerchallenge!
Inspirieren hab ich mich dafür von einem Bibeltext lassen, der selten im Zentrum steht. Unmittelbar danach kommt die Speisung der 5000 und darauf legen wir meistens unsere Gedanken. Hier die Verse aus dem Markusevangelium (6,30 - 32):

Die Apostel kamen wieder bei Jesus zusammen und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte Jesus zu ihnen:
»Kommt, wir gehen an einen einsamen Ort, wo wir allein sindund wo ihr euch ein wenig ausruhen könnt.«
Denn es war ein ständiges Kommen und Gehen, sodass sie nicht einmal Zeit zum Essen fanden.
Sie fuhren also mit einem Boot an einen einsamen Ort, um allein zu sein.
Jesus hat sich oft für Stille und Ruhe zurückgezogen. Sicher hat er in den Zeiten auch gebetet, aber ich leg mir keine neue Last auf, dass ich mehr beten soll. Ich möchte lernen zur Ruhe zu kommen, still werden, ausruhen, einen Feierabend machen, abschalten ohne etwas einzuschalten, die Gedanken fliegen lassen, den Kopf lüften, das Leben einatmen, die Füße rauflegen, die Sonne genießen, ... und ich werde den Sommer dafür nützen!   

| Ruth Kistenich, Juni 2018 |

 

Ich bin in dieser Vorbereitungszeit voller Erwartung und stillem Hören, was der Schöpfer für uns bereit hat.
‚Die erste Schönheit’ fasziniert mich!
Sie klingt unbekannt und geheimnisvoll.

ER hat sie geschaffen und ER lädt dich ein, dich neu auf die Suche nach IHM und dieser ersten Schönheit zu machen.
Ich hoffe und bete, dass ich dich bei PRSICA 2018 kennenlernen darf!

ER freut sich, wenn wir gemeinsam bereit sind, die Musik des Himmels
zu hören, und lernen wollen danach zu tanzen!

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