Pfarrerin Martina Ahornegger (Ramsau am Dachstein) hat uns am Europäischen Frauentag mit den Worte von Martin von Tours (Hl. Martin) gesegnet, den wir hier gerne Teilen:

 

 

Der HERR segne deine Hände,

dass sie behutsam sind,

dass sie halten können,

ohne zu fesseln,

dass sie geben können,

ohne Berechnung,

dass sie trösten und segnen.

 

Der HERR segne deine Augen,

dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen,

das Unscheinbare nicht übersehen,

durch das Vordergründige durchschauen,

dass andere sich wohlfühlen können

unter deinem Blick.

 

Der HERR segne deine Ohren,

dass sie SEINE Stimme zu erhorchen vermögen,

dass sie hellhörig sind für die Stimme der Not,

dass sie verschlossen sind für Lärm und Geschwätz,

dass sie das Unbequeme nicht überhören.

 

Der HERR segne deinen Mund,

dass er IHN – den dreieinigen Gott – bezeuge,

dass nichts von ihm ausgehe,

was verletzt und zerstört,

dass er heilende Worte spricht,

dass er Anvertrautes bewahrt.

 

Der HERR segne dein Herz,

dass es Wohnung ist für seinen Heiligen Geist,

dass es Wärme schenken und bergen kann,

dass es reich sei an Vergebung,

dass es Leid und Freude teilen kann.

Epheserbrief, Kapitel 4 spricht viel über Einheit, und da sieht man, dass es eine gemeinsame BERUFUNG zur Einheit gibt.

Als ein Gefangener für den Herrn fordere ich euch deshalb auf, ein Leben zu führen, das eurer Berufung würdig ist, denn ihr seid ja von Gott berufen worden (Epheserbrief, Kapitel 4, Vers 1).

WEGE zur Einheit - Ertragen gefragt

Seid freundlich und demütig, geduldig im Umgang miteinander. Ertragt einander voller Liebe (Epheserbrief, Kapitel 4, Vers 2)


Freundlichkeit
ist das Lächeln, wenn wir Anderen (auch Andersdenkenden) begegnen.


Echte Demut schaut dagegen weg von sich selbst, nimmt den anderen in den Blick und begegnet ihm auf Augenhöhe.


Mit dem dritten Punkt, der Geduld, nimmt Paulus die Schwächen in den Fokus.
Denn Geduld ist nur da nötig, wo nicht alles funktioniert. 


Ertragt einander voller Liebe

Eine englische Übersetzung sagt gebt einander Erlaubnis/Raum, Fehler machen zu dürfen aus Liebe zueinander. Niemand von uns wird hier auf Erden jemals perfekt sein ¦nur Jesus selbst ist perfekt¦ Wenn uns die Persönlichkeit von jemand anderen wirklich herausfordert, so ist es das Beste, für sie oder ihn zu beten, anstatt sich über die Schwächen aufzuregen¦

VERBUNDEN in Einheit

Epheserbrief, Kapitel 4, Verse 3-7 NGU2011:

Setzt alles daran, die Einheit zu bewahren, die Gottes Geist euch geschenkt hat; Sein Frieden ist das Band, das euch zusammenhält. Mit €žEinheit meine ich dies: EIN Leib, EIN Geist und genauso auch EINE Hoffnung, die euch gegeben wurde, als Gottes Ruf an euch erging; EIN Herr, EIN Glaube, EINE Taufe, EIN Gott und Vater von uns allen, der über alle regiert, durch alle wirkt und in allen lebt.

Sieben Gemeinsamkeiten, sieben Faktoren, in denen wir als Christen bereits eins sind. Wahrnehmen und festhalten, was wir schon haben.

Es ist einer der wichtigen Aufgaben vom Heiligen Geist, EINHEIT zu schaffen, doch wir müssen willig sein, von IHM geleitet zu werden und unseren Teil dazu tun, Frieden zu halten und das tun wir, indem wir auf GOTT hinschauen, nicht auf uns selbst oder unsere eigenen Fähigkeiten.  

Es ist Gottes GNADE, die uns dazu befähigt. Und Seine Gnade ist genug; Seine Gnade ist jeden Tag neu.

Das Band des Friedens€œ schafft ein WIR, dass größer ist als das Übliche ICH und DU.

Einheit zu bewahren bedeutet auch, übereinzustimmen, dass man in dem einen oder anderen Punkt NICHT übereinstimmt¦ohne die Andere deswegen weniger zu achten oder zu lieben.

Ein jüdisches Sprichwort sagt: «Wenn alle Menschen an einem Strang ziehen würden, würde die Welt umkippen.»  lasst uns hoffen, dass sie bald kippt €¦auf Jesus zu!

Johannes 13:35 An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger (=Nachfolger) seid.

 

Text: Conny Oberheinrich, Team Mitglied von Prisca

Es blüht und es grünt. Jedes neue grüne Blatt fasziniert mich. Aus dem Fenster des 9. Stocks sehe ich besonders gut das junge Grün der Bäume. Meine Seele freut sich am Aufwachen der Natur.

Das Blühen, das Grünen, das Wachsen wird für mich zu einem Gleichnis für mein Leben.

Gerne stelle ich mir die Frage, welche Pflanze wäre ich jetzt gerne? Wäre ich gerne ein Frühlingsblüher wie Tulpe oder Narzisse, eine Dahlie im Sommer, eine Aster im Herbst oder gar eine Christrose im Winter? Was braucht meine Blume zu einem guten Wachstum und langem Blühen? Welche Bedingungen sollten erfüllt sein an äußeren Gegebenheiten, damit

Gutes Wachstum gelingen kann? Egal für welche Pflanze wir uns entschieden haben, sie braucht gute, gesunde Wurzeln. Ohne gesunde Wurzeln, ohne festen Halt kann unsere Blume schnell verblühen. Sie bekommt nicht mehr die Nährstoffe und Nahrung, die sie zum Leben braucht. Worin bin ich mit meiner Blume verwurzelt? Wie sieht der Boden aus, der mich ernährt? In was bin ich verwurzelt, was sind meine Nährstoffe, die ich zum Leben brauche? Nach Pflanzenart, Standort, Jahreszeit braucht es unterschiedliche Bedingungen zum Leben.

Was braucht meine Pflanze jetzt gerade? Viel Sonne, viel Licht, Halbschatten, viel Wasser, wenig Wasser?

Wo bin ich hingepflanzt? Lebe ich in einer Ecke im Garten oder bin ich eine Blume unter vielen, die im Stadtpark lebt und viele Menschen erfreut, die an ihr vorübergehen? Nicht immer habe ich mir meinen Pflanzort ausgesucht. Kann ich mich damit anfreunden und ein fröhliches „JA“ finden? Oder entspricht der Pflanzort nicht meiner Persönlichkeit und ich frage den Gärtner um einen neuen Platz? Welche Antwort würde mir der Gärtner in einer Bitte um Versetzung geben?

 

Ich habe nun viele Fragen gestellt. Die Antworten werden für jeden unterschiedlich aussehen. Doch es lohnt sich immer wieder einmal eine Standortbestimmung zu machen.

Der Gärtner kennt sich am besten aus. Ich würde seine Antworten hören wollen.

 

Viel Freude beim Hören in der Schöpfung

wünscht Esther Lieberknecht und das Prisca Team

 

Blühen darf ich

sein die ich bin

fröhlich still und leise

immer auf meine Weise

Leben darf ich

tief verwurzelt

eingebunden in die Erde

damit ich ich werde

Sein darf ich

mit allen Fragen

laut darf ich singen

Freude bringen

das Wo ist die Frage

die ich in mit trage

der Gärtner weiß

den Ort und die Zeit

 

"Im Übrigen meine ich
Möge uns der Herr weiterhin
Zu den Brunnen des Erbarmens führen
Zu den Gärten der Geduld
Und uns mit Großzügigkeitsgirlanden
Schmücken
Er möge uns weiterhin lehren
Das Kreuz als Krone zu tragen
Und darin nicht unsicher zu werden
Soll doch seine Liebe unsere Liebe sein
Er möge wie es auskommt in unser Herz eindringen
Um uns mit seinen Gedankengängen
Zu erfrischen
Uns auf Wege zu führen
Die wir bisher nicht betreten haben
Aus Angst und Unwissenheit darüber
Dass der Herr uns nämlich aufrechten Ganges
Fröhlich sehen will
Weil wir es dürfen
Und nicht nur dürfen sondern auch müssen
Wir müssen endlich damit beginnen
Das Zaghafte und Unterwürfige abzuschütteln
Denn wir sind Kinder Gottes: Gottes Kinder
Und jeder soll es sehen und ganz erstaunt sein
Dass Gottes Kinder so leicht und fröhlich sein können
Und sagen: Donnerwetter
Jeder soll es sehen und jeder soll nach Hause laufen
Und sagen: Er habe Gottes Kinder gesehen
Und die seien ungebrochen freundlichen
Und heiter gewesen
Weil die Zukunft Jesus heiße
Und weil die Liebe alles überwindet
Und Himmel und Erde eins wären
Und Leben und Tod sich vermählen
Und der Mensch ein neuer Mensch werde
Durch Jesus Christus"

| Hanns Dieter Hüsch |

 Künstlerin: Daniela Streißnig

WORUM ES GEHT...


Ein bedenkenswerter Beitrag, ein lesenswertes Buch des Neurobiologen Gerald Hüther
‚Unsere Würde zu entdecken, also das zutiefst Menschliche in uns, ist die zentrale Aufgabe im 21. Jahrhundert‘
‚Wir alle wollen in Würde sterben, aber sollten wir nicht erst einmal in Würde leben?‘