Ein tiefer Brunnen

nach Joh 4,1 ff

Also, um es gleich auf den Punkt zu bringen: ich mag die Juden nicht!
Diese komischen Pharisäer, Römerlieblinge, Eiferer, selbstgerechten Besserwisser da in Jerusalem. Überhaupt Jerusalem! Was haben die schon groß, was wir hier nicht auch hätten? Was, frage ich? Das habe ich meinem Gerschon auch schon immer gesagt. Oder war es Eliezer? Was haben die nur, Eliezer, habe ich gesagt. Unser Garizim ist höher und deshalb bestimmt heiliger als der Moriahügel oder Zionsbuckel dort. Und einen hübschen Tempel hatten wir auch!

Ein tiefer BrunnenAußerdem haben wir Kultur, wir haben griechische Lehrer, wir haben... aber halt. Tief durchatmen. Ich verfalle ja schon wieder in mein altes Lamentieren.
Dabei will ich das ja nicht mehr. Will nicht mehr lästern, rechten, richten und streiten. Und all die anderen Sachen. Ich bemühe mich wirklich, wirklich, wirklich! Hörst du, Jesus? Hörst du, wo immer du gerade wieder steckst?

Also, ich mag die Juden nicht. Oder besser, mochte sie nicht. Dabei sind wir in Samaria ja eigentlich auch Juden. Die anderen jüdischen Juden aus Judäa lassen das aber nicht gelten. ...vielleicht haben sie sogar ein wenig Recht. Ich weiß es nicht.
Seltsamer Gedanke. Dass jemand anders im Recht sein könnte – auf diese Idee wäre ich früher nie gekommen. Hat sich wirklich einiges verändert. Und das nur, weil ein Mann mich um Wasser gebeten hat. 
Aus was für unscheinbaren Anfängen große Dinge geschehen können. Der Wind trägt ein Sandkorn fort – und ein Felsblock, der seit Jahrhunderten, vielleicht seit Erschaffung der Welt an seinem Platz gelegen hat, rollt den Berg herab und begräbt ein Haus unter sich. So ähnlich hat Er es angeblich auch einmal gesagt.
Und umgekehrt: ein kleines, unscheinbares Wort zur richtigen Zeit, im richtigen Ton gesagt – wie viel kann das heilen und wieder gut machen? Ja, Jesus, DAS kannst du wirklich gut, Menschen und Herzen wieder gut und gerade machen. Die richtigen Worte zur richtigen Zeit im richtigen Ton sagen. Du bist wirklich ein Prophet und siehst in die Herzen der Menschen. Mehr als ein Prophet. Größer als unser Vater Jakob. Wo immer du gerade steckst.
Ich glaube, du hörst mich trotzdem, so irgendwie.

Heiß war es an dem Tag. Oh, war das heiß! Aber was soll eine arme Frau wie ich schon machen? Sollte ich meinen lieben, faulen Schmuel etwa aufscheuchen, damit er mir Wasser holt? Nein, ein Mann trägt doch kein Wasser.
Was sollten da auch die Leute denken. Die redeten ohnehin mehr als genug über uns. Was heißt reden: getratscht haben sie! Nicht nur hinter meinem Rücken. Nein, auch ganz unverhohlen. Ja, die Sache mit Schmuel war auch wirklich nicht ganz koscher.
Aber immerhin war er ein Mann und ich bin eine Frau. Ein Mann und eine Frau, das ist, so ähnlich wie mit den Bienchen und den Blumen... lassen wir das. Gut, ich bin keine ganz junge Frau mehr, wie ich leider zugeben muss. Nicht mehr ganz jung und nicht mehr ganz hübsch. Und alt zu werden ist für eine alleinstehende, alleingelassene Frau nicht sehr angenehm. Wer sollte mich versorgen? Wer mir das Mehl im Topf und das Öl im Krug bezahlen?
Sychar ist ein unbedeutendes Dorf und Sichem keine sehr große Stadt, egal, was sich die Leute auch sonst darauf einbilden. Garizim hin, Tempelruine her. Da gibt es Klatsch und Tratsch an allen Ecken und Enden. Ich weiß nicht, ob das bei den Jerusalemer Juden auch so ist, aber hier ist es furchtbar.
Binah und Yentl und Schoschannah haben natürlich leicht reden, mit ihren jungen Männern. Mit ihren Kindern und den kleinen Geschäften, die die Männer betreiben. Sie werden immer einen vollen Mehltopf haben und jemanden, der ihr Feuerholz trägt. Aber ich? Ich...
Aber ich schweife schon wieder ab. Und suche nach Entschuldigungen.
Als hätte ich das noch nötig.
Es ist nicht mehr nötig.
Nur die Wahrheit ist wichtig. Die Wahrheit und der Geist! Ja, so hat er das gesagt.

Es ist gar nicht so leicht, von jetzt auf gleich ein neues Leben zu beginnen. Aber Ihm zuliebe werde ich es trotzdem tun. Egal, was alle anderen sagen. Hörst du Jesus? Du hast mich gefesselt mit deinen Worten! Du hast mich gefangen, indem du mich frei gemacht hast, hast mein Herz berührt, ohne meinem Körper auch nur nahe zu kommen.
An jenem schrecklich heißen Mittag am Brunnen.

Ich ging allein vor die Stadt, um nur ja keinem anderen Weib zu begegnen. Nicht dass ich Angst hätte. Aber dumm bin ich auch nicht. Nein, gern ging ich nicht zum Brunnen.

Da saß jedenfalls dieser Mann.
Ich habe auch keine Angst vor Männern. Wie auch. Sonst wäre ich ja gleich wieder zurück in die Stadt gegangen. Aber ich brauchte Wasser.

Was mir als erstes auffiel, war seine Größe.
Ein wirklich großer, nein, besser, ein stattlicher Mann. Königlich.
Ja, ich glaube, das war es, was ich als erstes dachte. „Ein König!". Und ich wunderte mich, dass mir dieses Wort überhaupt einfiel. So besondere Worte benutze ich nämlich nicht sehr oft. Ich denke, unser Vater David oder sein Sohn Salomo müssen so ähnlich ausgesehen haben. Vielleicht war es auch gar nicht seine Körpergröße. Aber da war etwas an ihm, das ihn groß wirken ließ. Obwohl er saß. Er saß am Rand des Brunnens. Und hatte die Hände in den Schoß gelegt. Allein saß er da, wie eine Erscheinung aus dem Nichts. Mitten in der flirrenden Mittagshitze. Staub tanzte um ihn herum.
Als würde er mich erwarten. Mich allein.

Mein Abba hatte früher manchmal so auf mich vor dem Haus gewartet, als ich noch klein war und wieder einmal von meinen Freundinnen zu spät nach Hause kam.
Müde sah er aus und verschwitzt. Staub war in seinen Haaren und in seinem dichten Bart. - Habe ich gesagt, dass er königlich aussah?
Schon seltsam. Ich habe nie einen König gesehen, nur einmal einen römischen Steuereintreiber. Und ich würde mich wirklich wundern, wenn Könige tatsächlich so aussähen. Wie müde, verschwitzte, schmutzige Wanderer. Und doch... ein König der Juden. Auf seine Art.

„Frau", sagte er, „Gib mir zu trinken!"
Eigentlich wollte ich ihn ja gar nicht beachten. Mein Wasser aus dem Brunnen holen und schnell zurück zu meinem faulen Schmuel, der sicher noch immer im Bett liegen würde.
Mir doch egal, wenn da ein fremder Jude auf unserem Brunnenrand sitzt. Dachte ich.
Aber als er mich ansprach, zuckte ich zusammen.
Jaja, freilich. Die meisten Frauen wären zusammengezuckt, hätte sie ein fremder Mann einfach so angesprochen. Das gehört sich schließlich nicht. Noch dazu ein Judäer aus dem Süden. Einer von „denen". Ich weiß, ich weiß.
Aber so eine Frau bin ich nicht. Ich habe keine Angst vor Männern, wie gesagt; auch nicht vor Judäern. Und trotzdem zuckte ich zusammen. Es war, es war...
Normalerweise bin ich nicht auf den Mund gefallen. Aber in diesem Moment stotterte ich einfach irgendetwas herum.
„Gib mir zu trinken", sagte er noch einmal und riß mich aus meiner Erstarrung. Er sagte das weder besonders freundlich, noch besonders unfreundlich.

Nur um auf Nummer sicher zu gehen fragte ich zurück: „Wie kannst du als Jude mich samaritische Frau um Wasser bitten?"

Durch den Staub und den Schweiß auf seinem Gesicht, glaube ich, kleine Lachfältchen gesehen zu haben, als er antwortete. „Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer dich hier um Wasser bittet, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben."
Das sagte er mit einem Lächeln und trotzdem mit einem so großen Ernst, dass ich mich noch an jedes einzelne Wort erinnern kann. Besonders das „lebendige Wasser" konnte ich beinahe plätschern hören, als er die Worte aussprach. Ein süßer Geschmack war in meinerm Mund. Seltsam.

Da er allem Anschein nach ein freundlicher Mann war, fragte ich zurück, wie er das denn anstellen wolle mit dem Wasser. So ganz ohne Seil und Schöpfkelle. Der Brunnen ist ungeheuer tief. Hundert Fuß, sagen unsere Männer. Außerdem: warum bittet er erst mich um Wasser und bietet mir dann selber welches an. Ist doch dumm, irgendwie, oder? Dachte ich zumindest.
„Bist du vielleicht größer als unser Vater Jakob?", fragte ich ihn.

„Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen, wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, wird niemals mehr Durst bekommen. Vielmehr wird das Wasser das ich ihm gebe in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt".

Wieder meinte ich, das Wasser buchstäblich plätschern und rieseln zu hören, als er sprach. Frisch und kühl und belebend. Hier in der Mittagshitze. Da merkte ich erst, WIE durstig ich selber war! Als wäre ich dem Verdursten nahe. Trockheit schnürte mir wie mit knochiger Hand die Kehle zu, Staub schien meine Lungen und meinen Hals zu füllen.
„Herr!" rief ich aus, „Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich nie mehr Durst habe und nicht mehr hierher an den Brunnen kommen muss!"

Er sah mich verwirrend lange an, dann sagte er: „Hol deinen Mann und komm wieder her."

Aua, der Satz hatte gesessen. Fast hätte ich meinen Wasserkrug fallen lassen.
Schmuel war nicht mein Mann. Und wenn er es gewesen wäre – wäre er wohl auch zu faul gewesen, hierher zu kommen. Nein, Schmuel war wahrhaft nicht mein Mann. Ich band mir das Tuch vors Gesicht und der heiße Staub brannte in meinen Augen. Gern hätte ich dieses plätschernde Wasser gehabt, von dem der Mann gesprochen hatte. Ich meinte mich danach zu verzehren, kühle Tröpfchen davon auf meiner Haut zu spüren – und stand ja eigentlich doch direkt neben einem Brunnen. Ich hätte nur meinen Krug in die Öffnung gleiten lassen müssen und hätte ohne ein weiteres Wort zu meinem Schmuel gehen können. Aber ich wollte doch dieses lebendige Wasser; das Brunnenwasser, das ich seit meiner Geburt trank und kannte, erschien mir mit einem mal schal und abgestanden. Die Worte des Mannes dagegen rauschten, tröpfelten und rieselten in mir nach. Ich war traurig und schämte mich. Ich hatte mich lange nicht mehr geschämt.

„Herr", sagte ich, „ich habe keinen Mann". Ich flüsterte mehr, als das ich sprach. Aber er verstand mich auch so.

Mit schief gelegtem Kopf sah er mich von unten her an. Direkt in die Augen. Als wären ihm die üblichen Anstandregeln völlig egal. Er nickte ein wenig und wieder sah ich kleine, freundliche Lachfältchen um seine Augen spielen. Und wieder erinnerte er mich ein wenig an meinen lieben Abba. Was der wohl von seinem kleinen Mädchen denken würde wenn er noch lebte?

„Du hast die Wahrheit gesagt. Fünf Männer hast du gehabt – und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann."

Ich war baff. Ja, ich hatte einen gewissen Ruf in der Gegend. Aber diesen Mann hatte ich noch nie gesehen und dass mich ein Mann aus Judäa kennen sollte, das war unbegreiflich. Ich sah ihn an. Ein Prophet!, schoß es mir durch den Kopf. Einer von den Gesegneten, die alles Wissen! Einer von den wahrhaft Gelehrten, die die Torah beherrschen und denen Haschem seine Geheimnisse offenbart. Ja, so ein Mann war das!
Mir wurden die Knie weich. Aber da er sowieso erkannt hatte, wer da vor ihm stand, konnte ich auch gleich auf unnötige Formalitäten verzichten. Von der Stadt her sah ich, wie sich einige Gestalten näherten, darum beeilte ich mich mit meiner Frage:

„Herr, du bist ein Prophet! Darum sage mir, wo denn der richtige Ort der Anbetung ist. Wirklich Herr, ich weiß es nicht! Unsere Väter haben hier auf dem Berg angebetet. Ihr sagt, man muss in Jerusalem anbeten."
Ja, ich weiß, das scheint keine sehr naheliegende Frage zu sein. Aber es gab schon so lange Zeit so viele Dinge in meinem Leben, die in Unordnung waren. Und die ich gerne wieder geordnet hätte. Am besten jetzt sofort und auf der Stelle. Aber wo und wie? Wo musste man ein Lamm opfern, um die Sünde abzuwaschen? Oder ein Schaf, eine Taube? Und auf welche Art und durch welchen Priester? Wer hätte das einer Frau wie mir schon gesagt. Mit einem mal wurde mir vieles aus meinem Leben mit großem Schmerz bewusst, als ich nur diesen Mann, diesen Propheten da vor mir am Brunnenrand saß ansah.

Sein Lächeln wurde etwas ernster als er antwortete. „Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen. Denn das Heil kommt von den Juden!"
Ich wollte protestieren. Denn, wie gesagt, ich mag die eingebildeten Juden nicht so sehr. Aber er ließ mich nicht zu Wort kommen. „Das Heil kommt von den Juden! Aber es kommt die Zeit – nein, sie ist schon da, wo die wahren Beter den Vater in Wahrheit und Geist anbeten werden. Denn so will Abba angebetet werden."
Bei dem Wort „Abba" lächelte er und zwinkerte er mir unmerklich zu. Mir wurde warm in der Brust. Und wieder meinte ich, kühlende Wassertropfen auf mir und in mir zu spüren. Und es war doch noch immer heiß. Und ich hatte meinen Durst vergessen. Die Knochenhand um meinen Hals hatte sich gelöst. Und ich war sehr, sehr verwirrt.

Die ersten der staubigen Gestalten, die ich von der Stadt her auf uns zukommen gesehen hatte, waren in der Zwischenzeit angekommen.
Einige trugen Lebensmittel in den Armen, die sie wohl in Sichem gekauft hatten. Sie stellten sich schützend hinter den Propheten, warfen sich Blicke zu und sahen mich nicht sehr freundlich an. Aber Jesus, denn das war sein Name, sah nur mich an und lächelte noch immer.
Er erschien mir nicht nur größer, als unser Vater Jakob (Jakob, den Haschem segnen möge, möge mir verzeihen!) – seine Augen waren auch tiefer als der Brunnen, den Jakob uns gegraben hat. Augen wie Tauben an Wasserbächen, dachte ich, und erinnerte mich an die alten Verse.
Hörst du Jesus? Du hast mich betört mit deinem Wesen!

„Ich weiß, dass der Messias kommt und uns alles lehren wird..." Jetzt, wo diese anderen Männer angekommen waren, war ich doch etwas schüchtern und wagte nicht laut und nicht direkt zu fragen.
Ihn schien das nicht zu stören. Ohne seine Brunnenaugen auch nur einen Moment von mir abzuwenden, sagte er „Ich bin es". Und lächelte sein brunnentiefes und himmelhohes Abbalächeln in mich hinein.

Das war alles.

Weitere Männer kamen, sahen mich fragend an und stellten sich leise tuschelnd zu den anderen dazu. Zwölf bärtige Gestalten, die nicht recht zu wissen schienen, was sie mit mir anfangen sollten, ein verschwitzter Messias auf dem Brunnenrand und ich immer noch mit meinem Wasserkrug in der Hand. Wir müssen ein seltsames Bild abgegeben haben. Aber in der flirrenden Mittagshitze ist ja vieles seltsam und der Kopf arbeitet manchmal anders als in den kühlen Stunden des Morgens. Ich weiß nicht wie, aber dieses „Ich bin es" schien mir die klarste, unwiderlegbarste und einleuchtendste Antwort zu sein, die ich je auf eine nicht gestellte Frage erhalten habe.
Mit dem schweren Krug in der Hand (fragen Sie mich nicht wieso!) lief ich wie betrunken zurück ins Dorf und traf auf dem Marktplatz tatsächlich ein paar Männer im Schatten.
Ich habe den Messias gefunden, rief ich, er sitzt am Brunnen! Und ich klopfte an Yentls und Schoschannas Tür und sagte, dass da ein Mann am Brunnen sitze, ein Prophet, der Prophet, nein, der Messias!
Ich denke, sie haben mich alle für völlig meschugge gehalten. Jaja, das kann gut sein.
Aber nach und nach gingen doch einige hinaus. Und noch einige. Und als die ersten nicht wieder ins Dorf zurückkamen, gingen auch die anderen hinaus, um nachzusehen, wo sie blieben. Und auch ich ging wieder hinaus. Mit meinem Wasserkrug. Und es wurde Nachmittag und Abend und es wurde Nacht. Und Jesus erzählte und erzählte und redete und redete.
Egal, wer ihm eine Frage stellte, und es wurden viele Fragen gestellt, er antwortete mit einer solchen Vollmacht, dass viele davon überzeugt wurden, dass er wirklich der Messias sei.
Als die Sterne am Himmel standen und die ersten müden Häupter vom Schlaf besiegt wurden, wurden Jesus und seine Freunde mit allem Nachdruck gebeten, bei uns zu bleiben. Man stelle sich vor! Samaritaner bieten Juden aus vollstem Herzen ihre Gastfreundschaft an. Und Juden nehmen sie an! Selbst seine zunächst etwas brummeligen Freunde wurden weich bei all der gebotenen Gastlichkeit. Und sie blieben noch zwei volle Tage bei uns. Wunder über Wunder! Was für eine herrliche Zeit!

Ich kann hier nicht für die anderen aus meinem Dorf sprechen, aber für mich hat sich viel, nein, alles geändert. Durch dich Jesus, hörst du?

Es ist schon lange her, seit er und seine Freunde wieder weitergezogen sind. Und ich gehe immer noch regelmäßig hinaus zum Brunnen, um meinen Wasserkrug zu füllen. Manchmal rede, manchmal lache ich mit den anderen Frauen. Manchmal sprechen wir auch über Jesus und die Geschichten, die er uns erzählt hat.
Und manchmal gehe ich auch zur Mittagszeit alleine an den Brunnen. Und er wartet noch immer dort auf mich, wenn ich ihn suche und stillt meinen Durst.

Dietmar Kramlich