EINE GANZE GENERATION VON KINDERN VERLIEREN…

Auszug aus FACTS 43, Juli/2011

Liebe Freunde!
„Nehmt euch der Hungernden an, und gebt ihnen zu essen, versorgt
die Notleidenden mit allem Nötigen! Dann wird mein Licht
eure Finsternis durchbrechen.“ (Jes.58, 10-11)
In Gottes Reich, das unsere Welt umfasst, ist alles miteinander
verbunden und hat etwas mit uns zu tun. Auch das, was Menschen
passiert, die 7000 Kilometer Luftlinie von uns entfernt
leben, wie z.B. die Menschen in Dadaab im Nordosten Kenias.
Dadaab ist derzeit das größte Flüchtlingslager der Welt mit
400.000 Menschen. Täglich kommen 1000 neue Flüchtlinge
dazu, die vor der großen Hungersnot am Horn von Afrika, in Somalia
und Äthiopien fliehen. Oder vor der radikalislamischen Al-
Shabaab-Miliz, die in Mogadischu Kinder zu Soldaten im Djihad
gegen Christen machen will. Vielen der Flüchtlinge ist nicht
mehr zu helfen, weil die nötigen Medikamente oder eine Spezialernährung
für die vollkommen dehydrierten und ausgehungerten
Babys und Kinder fehlen. „Wir laufen Gefahr, am Horn
von Afrika eine ganze Generation von Kindern zu verlieren, deren
Gehirn und Körper dauerhaft geschädigt werden, wenn es
uns nicht gelingt, ihnen die lebenswichtige Ernährung zukommen
zu lassen.“ sagt eine UN-Mitarbeiterin.
Das hat etwas mit uns zu tun. Wenn wir ernsthaft an einen
Gott glauben, der alle Menschen liebt und zu sich ziehen will,
der alle Menschen nach seinem Bild geschaffen hat, und wenn
wir an Christus glauben, der die Kinder geliebt und gesegnet
hat – dann darf uns das nicht kalt lassen. Zwei meiner Freundinnen
waren vor kurzem in Dadaab, weil sie mit den dortigen
Hilfsorganisationen zusammen arbeiten wollen. Das ist sicher
nicht für jeden von uns etwas. Aber wir können für World Vision
oder Ärzte ohne Grenzen, die vor Ort arbeiten, spenden. Wir
können beten, dass die ermüdeten Helfer in den Flüchtlingslagern
von Gott neue Kraft bekommen. Wir können Gott bitten,
dass er ungerechte Regierungen, die ihre Bürger versklaven
und in Armut stürzen, verändert. Wir können uns für eine
gerechtere Verteilung der weltweiten Ressourcen einsetzen.
Dann wird, um mit Jesaja zu sprechen, sein Licht auch unsere
Finsternis (die anders ist als die Finsternis unserer afrikanischen
Geschwister) durchbrechen.
Herzlich,
Steffi Baltes